Sanierung und Erweiterung des Kölner Tanzbrunnens

Einen wahren Kraftakt muss Friedrich Wassermann bei der Sanierung und Erweiterungen des Bühnen- und Zuschauerbereichs des Kölner Tanzbrunnen vollbringen. Denn die sehr aufwendigen Bauarbeiten für das beliebte Kölner Open-Air-Gelände müssen unter einem enormen Zeitdruck erfolgen. Begonnen werden konnte erst nach Ende der Spielzeit Ende September 2025 und fertig sein muss die Baumaßnahme bis Ende April – pünktlich zum Start der neuen Veranstaltungssaison am 9. Mai 2026

Das denkmalgeschützte Bauensemble des Kölner Tanzbrunnens, zuletzt bestehend aus einem zur Bundesgartenschau 1957 errichteten Bühnengebäude sowie fünf Membranschirmen – einer Konstruktion von Frei Otto zur Bundesgartenschau 1971 – wird bis auf den Erhalt einer geringen Grundsubstanz abgebrochen, erneuert und um eine weitere Überdachung zur Aufnahme moderner Bühnentechnik sowie vier Schirmen ergänzt.

Die bestehenden fünf Schirme wurden unter sorgfältiger Beachtung denkmalpflegerischer Belange demontiert und eingelagert – sie sollen in einer separaten Maßnahme instandgesetzt und an anderer Stelle neu aufgestellt werden. Die ehemaligen Positionen dieser Schirme werden mit neuen Schirmkonstruktionen wieder hergestellt, mit neuer Technik ausgestattet und dabei um vier weitere Schirme ergänzt.

Gestaltungsmerkmal für die ergänzende Hallenerweiterung sowie für die Wiederherstellung der bestehenden Halle ist eine sichtbar bleibende Stahlkonstruktion mit innerer und äußerer Wandverkleidung aus Metallpaneelen, außen aus großmaschigem Streckmetall, innen aus akustisch wirksamem Lochblech – jeweils farbig beschichtet. Rechts und links der Halle werden zwei solitäre Boxentürme installiert – ebenfalls als Stahlkonstruktion mit Außenverkleidungen und aus grobmaschigem Streckmetall bzw. aus einer akustisch transparenten Membran. Bei den Schirmen handelt es sich um farbig beschichtete Stahlkonstruktionen mit translucenten Membranen in einem zunächst beige-farbigen Material, das bei fortschreitender UV-Bestrahlung in weiß-Töne übergeht.

Projekt Sanierung und Erweiterung des Kölner Tanzbrunnens
Bauherr: Veranstaltungszentrum der Stadt Köln
Architektur: Team:tektura – Kölmel Scheer Architekturbüro GmbH,
Köln – ehemals Zeller Kölmel Architekten
Generalunternehmer: Friedrich Wassermann GmbH & Co. KG

(incl. Fortführung der bauseitigen Entwurfs- u. Regel-Details zur Ausführungsreife, W+M-Planung samt Abstimmung der Ausführungsdetails mit dem Betreiber)
Fakten: Freiraum-Versammlungsstätte mit einer Fläche von 30.000 m²
Besucherkapazität: 12.500 Personen
Bauzeit: 10/2025 - 04/2026

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