Umlegung von Kanalleitungen für den neuen U-Bahnhof – Breslauerplatz, Köln

Bevor die eigentlichen Arbeiten für den Bau des neuen U-Bahnhofes Breslauer-Platz im Herzen von Köln beginnen konnten, musste das Areal zunächst „unterirdisch entkernt“ werden, d.h. Kanäle mussten in die Randbereiche des Platzes verlegt werden, um Raum zu schaffen für den Bau der U-Bahn. Mit dieser Aufgabe wurden die Tiefbauer von Friedrich Wassermann von der ARGE-Stadtbahn Köln Los Süd beauftragt.

Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Kölner Hauptbahnhof, der im 2. Weltkrieg Ziel von massiven Bombenangriffen war, mussten zunächst alle vorgesehenen Kanaltrassen von Kampfmittelräumdienst sondiert werden. Die Kanaltrassen konnten ferner wegen der zu erwartenden archäologischen Funde nur mit sehr eingeschränktem und vorsichtigem Maschineneinsatz ausgeschachtet werden.

Hinzu kamen viele kreuzende und teilweise nicht verzeichnete Versorgungsleitungen. All dies beeinträchtige den zeitlichen Ablauf erheblich. Nur durch einen Zweischichtbetrieb und Nachtarbeit konnten die zeitlichen Verzögerungen kompensiert werden.

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Insgesamt haben wir am Breslauer Platz 200 m Kanal in offener Bauweise errichtet.

Aufgrund verkehrstechnischer Gegebenheiten wurde darüber hinaus ein Kanalabschnitt in geschlossener unteririschen Bauweise als Kölner Stollen in Spritzbetonbausweise errichtet.

Weitere Infos zu dem Projekt finden Sie hier.

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Daten:

  • Bauherr: ARGE-Stadtbahn Köln Los Süd
  • Technische Angaben: 40 m Stollenbau , 200 m Kanalbau in offener Bauweise, Verbindungs- und Überlaufbauwerke, Rohrkanäle DN 300- 600
  • Bauzeit: 2 Jahre